Asthma-Schulung


Genauso wichtig wie Medikamente

Alle Asthmatiker, bei denen eine dauerhafte Behandlung erforderlich ist, sollten geschult werden. Denn viele Patienten wissen zu wenig über ihre Erkrankung und unterschätzen häufig den Schweregrad eines Anfalls. Die verschriebenen Medikamente setzen sie in beschwerdefreien Phasen oft ab oder nehmen sie falsch ein. In Schulungen lernen Asthmatiker, ihre Krankheit besser zu verstehen und möglichst uneingeschränkt mit ihr zu leben.

Ziel ist es, die Eigenverantwortlichkeit der Patienten zu stärken und sie zum Selbstmanagement ihrer Erkrankung zu befähigen. Dazu gehört vor allem die richtige Handhabung der Medikamente, der korrekte Umgang mit dem Peak-Flow-Meter, aber auch atemerleichternde Körperstellungen und ein Notfallplan.

Die Bewertung verschiedener Schulungsmaßnahmen hat ergeben, daß auf diese Weise die Häufigkeit und der Schweregrad von Asthmaanfällen und damit auch ein potentiell tödliches Risiko reduziert werden kann. Die Akzeptanz der antientzündlichen Dauertherapie wird durch das gewonnene Therapieverständnis gesteigert, das Verhalten im Notfall verbessert. Fast alle geschulten Patienten verloren die Angst vor einem Asthma-Anfall. Auch unter volkswirtschaftlichen Aspekten sind die Schulungen sinnvoll, weil asthmabedingte Arbeitsunfähigkeitstage und Krankenhauseinweisungen dadurch zurückgehen.

 

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