Grippe Impfung


Grippe: hochansteckend

Die echte Grippe, von Medizinern "Influenza" genannt, zeigt zu Beginn die bekannten Erkältungsanzeichen wie Schnupfen und Husten sowie häufig auch Kopfschmerzen.

Doch schnell kommt jedoch hohes, ansteigendes Fieber über 39 Grad und ein schweres Krankheitsgefühl im ganzen Körper hinzu. Appetitlosigkeit, Gliederschmerzen, Schüttelfrost und ein allgemeines Schwächegefühl sind typisch. Die Influenza ist hochansteckend, die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion.

Etwa ein bis drei Tage nach der Ansteckung kommt es gewöhnlich zum Ausbruch der Krankheit.

Zwischen Oktober und April wird Europa regelmäßig von wahren Influenzawellen überschwemmt.

Welches Ausmaß die Grippewelle in dieser Saison haben wird, lässt sich jetzt noch nicht abschätzen.

Die Erfahrungen zeigen aber immer wieder, dass es sich bei der Influenza um eine lebensbedrohliche Erkrankung handeln kann.

Experten schätzen grob, dass mindestens 5 % der Influenzapatienten an den Folgen der Erkrankung versterben. Das heißt jährlich allein in Deutschland bis zu 15.000 Menschen. Zum Vergleich: Jährlich sterben in Deutschland etwa 600 Menschen an AIDS und zirka 6.600 im Straßenverkehr. Es sind vor allem die Komplikationen aus dem Herz-Kreislauf-Bereich und der Atemwege, die für viele, speziell ältere und immungeschwächte, Patienten das Todesurteil darstellen. Dabei ist die Virus-Grippe neben der Pneumokokken-Infektion die häufigste Todesursache in Deutschland, die

sich durch Impfung vermeiden lässt. "Aber es sind nicht nur die Todesfälle, die alarmieren müssen, sondern die vielen tausend Krankenhauseinweisungen und hunderttausende Krankheitstage belasten die Volkswirtschaft in erheblichem Ausmaß", so Prof. Dr. Adolf Windorfer, Präsident des Niedersächsichen Landesgesundheitsamtes in Hannover.

Die Impfung gegen die Virus- Grippe ist nicht vorgeschrieben. Aber sie wird von den Ständigen Impfkommision (STIKO) am Robert-Koch-Institut in Berlin eindeutig empfohlen, denn die nächste Grippewelle kommt bestimmt.

Jedes Jahr eine neue Impfung

Grippe-Viren verändern sich:

Jedes Jahr können neue Virustypen entstehen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beobachtet diese Entwicklung genau und informiert die Hersteller von Impfstoffen sofort, wenn sie die akutellen Grippeviren kennt. Abgestimmt auf diese Viren werden jedes Jahr die neuen Impfstoffe produziert. Selbst wenn sich die Viren ausnahmsweise nicht verändern, müssen Sie Ihren Impfschutz auffrischen. Nur so sind Sie für die nächste Grippewelle gerüstet. Übrigens: Egal ob für Erwachsene oder Kinder, ob beim Haus- oder Kinderarzt: Die Praxisgebühr entfällt, wenn man sich nur zur Impfung vorstellt.

Gemeinsam sind wir stark

Bei älteren Menschen und chronisch Kranken ist meist das Immunsystem geschwächt. Aus diesem Grund wurde ein Grippe-Impfstoff entwickelt, der durch eine adjuvante (= unterstützende) Substanz das Abwehrsystem besonders anstößt. Dieser Impfstoff - frei von Konservierungsmittel - ist für alle Menschen ab 65 Jahre zugelassen.

Für alle anderen, die sich gegen die Virus-Grippe schützen möchten, steht ein weiterer konservierungsmittel-und quecksilberfreier Impfstoff zur Verfügung, der für alle Personen ab sechs Monate geeignet ist.
 

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